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Fliegen mit dem Autopilot zur Flugstabilisierung

Durch Zufall bin ich kürzlich auf das Flugstabilisierungssystem Co Pilot von Revolectrix gestoßen. Es wurde mit Flugstabilisierungssystem umschrieben und ich wurde neugierig. Bisher kannte ich nur Kreiselsysteme, um auch Flächenmodelle ruhiger in der Luft halten zu können. Der Autopilot versprach mit Hilfe von Infrarotsensoren die Fluglage zu erkennen und somit beim Loßlassen der Steuerknüppel das Modellflugzeug immer in eine horizontale und stabile Fluglage zu versetzen.
Hörte sich gut an und da der Preis mit 69,- EUR schnäppchenhaft günstig schien, wurde der Autopilot gleich bestellt.

Der Einbau

Der Autopilot ist innerhalb von 10 Minuten in einen EasyStar eingebaut. Einfach hinter der Kabinenhaube ca 5 mm abflachen und die Klettverschlüsse anbringen. Der Autopilot wird über das mitgelieferte Kabel und die Elektronik einfach zwischen den Empfänger und die zwei Servos gesteckt. Ich musste beim Seitenruder noch die Reversefunktion aktivieren und das war's dann auch.

Der erste Flug

Da ich in meinem Easystar keinen freien Kanal mehr hatte, um den Copilot zuschalten zu können, musste dieser mit Werkseinstellung eingebaut werden. Den Autopilot eingestellt, hatte ich vor dem Flug ein etwas mulmiges Gefühl. Konnte ich mich wirklich darauf verlassen, dass die Flugstabilisierung funktioniert und vor allem, dass sie meine Steuerbewegungen nicht ungewollt beeinflusst. Bereits vor dem Flug zeigte sich allerdings , dass die Ruder zuverlässig reagierten wenn ich das Modellflugzeug in eine Richtung bewegte.

Nach dem das Modellflugzeug dann in der Luft war, merkte ich die ersten paar Meter nichts ungewöhnliches. Der Autopilot wurde in dieser Phase noch von meinen Steuerbewegungen überlagert. Dann aber, beim ersten Anflug war ich überrascht. Das Modellflugzeug lag in der Luft wie auf Schienen. Es war beeindruckend und zugleich eine neue Herausforderung. Ich machte die wildesten Manöver - soweit man mit einem EasyStar eben wilde Manöver machen konnte - und lies dann kurz vor dem Boden die Knüppel einfach los. Immer das gleiche: Das Modellflugzeug stabilisierte sich in beiden Achsen innerhalb von Sekundenbruchteilen und flog wieder als wäre nichts gewesen gerade aus, bzw. sehr leicht nach oben, da der Sensor ungefähr 3° angestellt angebracht wurde.

Absolut begeistert war ich dann, als ich einfach den Motor ausmacht und die Fernsteuerung Fernsteuerung sein ließ. Was passierte dann? Ganz einfach, der EasyStar legte eine butterweiche Landung hin. Besser hätte ich es auch nicht gekonnt. Nach dem ich das mehrfach mit gleichem Ergebnis wiederholt hatte, probierte ich als nächstes, die Fernsteuerung auszuschalten. Zuerst ganz vorsichtig beim Vorbeiflug, später weiter weg. Es interessierte ihn nicht. Er flog weiter ohne zu zucken, als wäre es das normalst der Welt, nicht gesteuert zu werden.

Wie funktioniert die Flugstabilisierung?

Ganz einfach: Der Autopilot hat 4 Infrarotsensoren, die horizontal ausgerichtet sind. Nach einer kurzen Kalibrierung vor Flug kennt das System dann den Temperaturunterschied zwischen Himmel und Erde und kann somit das Modell in der Horizontale stabilisieren.

Fazit

Genial ist fast schon untertrieben. Der Autopilot hat mich wie selten etwas zuvor begeistert. In Kombination mit dem EasyStar kann somit auch ein Erstklässler ein Modell gefahrlos fliegen. Der Preis von 69,- EUR ist absolut gerechtfertigt und als Investition zu verstehen. Ist es doch genau der Preis für einen EasyStar.