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Futaba S-Bus

Futaba hat für RC-Modelle ein serielles Bussystem entwickelt, den S-Bus. Dieser kann alle RC-Komponenten über eine dreiadrige Leitung verbinden und versorgt sie mit digitalen Steuersignalen. Während sich in der Industrie Feldbussysteme, wie z.B. der Interbus durchsetzen konnten, stellt sich die Frage, nach dem Sinn für Modellflieger und insbesondere für Flächenflieger. 

Flexibilität

Die grundsätzlich höhere Flexibilität bezüglich der Verdrahtung sowie der Stromversorgung wird im Highend Bereich sicher spürbar. Flächen mit mehreren Klappen brauchen dann generell nur mit einer Leitung verbunden werden.

Kosten

Grundsätzlich höheren Kosten könnten sich durch generelle Vorteile aufheben. Mit dem S-Bus wäre ein Empfänger z.B.  über einen einzigen Stecker mit einem Modell zu verbinden, was die kostengünstige Mehrfachnutzung erleichtern würde

Komplexität

Systembedingt ist ein Bussystem von der Einrichtung her komplexer. Komponenten müssen zwar nicht zwingend mit den vorhandenen Möglichkeiten konfiguriert werden, adressieren muss man sie allerdings immer.

Kompatibilität

Es ist davon auszugehen, dass Futaba vorerst als einziger den S-Bus anbieten wird. Wie sich die Mitbewerber verhalten, wird sich zeigen und hängt vor allem davon ab, ob das System wirklich gut ankommt.

Fazit

Ob sich ein Bus-Prinzip auf dem Markt druchsetzen wird, lässt sich noch nicht sagen. Ich bezweifle dies allerdings aufgrund des nur minimalen Mehrnutzens für den Modellflieger sehr. Denkbar ist eine Verbreitung dann, wenn sich ein Herstellerübergreifender Standard ergibt und die Produktion der Bussysteme günstiger ist.