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FPV-Quadrocopter aus Hartschaum

Quadrocopter aus Hartschaum
Quadrocopter aus Hartschaum

Ein Quadrocopter muss nicht immer zum Rumturnen gebaut sein. Für mich war es wichtig eine einfache aber funktionale FPV-Plattform als Quadrocopter zu bauen, die ich selbst komplett herstellen konnte und die in wenigen Minuten gebaut ist. 

Preislich sollte der Rahmen nur wenige Euro kosten und die Materialen wollte ich mir komplett aus dem Baumarkt besorgen. Nach unzähligen Versuchen mit allen möglichen Baumarkt-Materialen, vom PVC-Rohr über Holz und Aluprofilen bin ich beim Hartschaum hängen geblieben. 

Aufbau des Quadrocopters

Der Rumpf besteht aus 50 mm Hartschaum, wie er im Baumarkt für ca. 8 EUR pro Platte zu bekommen ist. Daraus kann man in meinem Fall ca. 12 Rümpfe schnitzen. Erst mit dieser Dicke bekommt man übrigens die notwendige Torsionssteifigkeit hin, die man benötigt, um sauber zu fliegen. Für Akku, Steuerung, und Regler kann man mit einem Messer die notwendigen Aussparungen anbringen. Diese sollten allerdings nicht größer als nötig gemacht werden da sich dies negativ auf die Steifigkeit auswirkt. An der Stelle der Kühlkörper sollten die Reglerschlitze noch etwas freigeschnitten werden, um eine bessere Kühlung zu erreichen. 

Die 10 mm Alu-Vierkant-Rohre sind mit M3 Schrauben auf 3mm Sperrholz geschraubt und eingelassen. Man könnte sie allerdings genau so gut auch direkt oben drauf kleben. So ist allerdings die Befestigung von Kamera und Sender mit Doppelklebeband sehr einfach.

Die Roxxy Motoren sind zusätzlich zum Schutz auf PP-Platten befestigt, damit die Gewinde bei einem Absturz nicht so schnell ausreisen. 

Auf Kufen wurde komplett verzichtet. Weder an den Auslegern, noch am Rumpf musste etwas angebracht werden. Der Copter landet anfach auf dem Hartschaum-Rumpf. Da mein letzer Copter bereits eine Hartschaumplatte am Rumpfboden angebracht hatte, kann ich sagen, dass dieses Material zwar schnell abgenutzt aussieht, letztlich aber sehr lange hält. 

FPV-Flugeingschaften 

Der Styro-Copter ist ganz klar als Trägerplattform und nicht zum Kunstfliegen gebaut. Bei einem Materialwert des Rahmens von unter 5 EUR und guten Flugeigenschaften, bin ich sehr zufrieden mit der Konstruktion. FPV-Equipment lässt sich einfach und großzügig anbringen. Für die bessere Positionsbestimmung durch den Spotter, werde ich noch farbige LEDs anbringen. Ohne diese ist die Lageerkennung noch zu schlecht.

Ob der Rumpf oder die Alu-Ausleger bei einem Absturz nachgeben, wird sich noch zeigen. Da die DJI-Naza Steuerung an Bord einen Absturz fast unmöglich macht, werde ich das hoffentlich so schnell nicht herausfinden.