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Test der Fatshark Predator im Vergleich zur RCV922

Nachdem ich bisher immer mit den alten Fatshark Brillen FPV geflogen bin und mich die Randunschärfe deren Randunschärfe gestört hatte, habe ich mir die neueste Fatshark Predator zugelegt. Diese hat bereits einen fest eingebauten Airwave 5,8 GHz Empfänger und auch einen Headtreacker an Board. Erhältlich ist die Brille beim Hobbyking bereits für unter 300 EUR. Das Angebot war also verlockend. 

Aufgrund des deutlich geringeren FOV (Sichtfeldes) von 25° und der Werbeaussagen, hoffte ich, die Randunschärfe weg zu bekommen und somit ein perfektes Bild zu haben. Ein etwas kleineres Sichtfeld sollte nicht stören. Zum Vergleich: Die Fatshark Dominator hat ein FOV von 30° und die Fatshark RCV922 sogar ein FOV von 46°.

Die Hardware der Videobrille

Fatshark RCV922 FPV Brille
Fatshark RCV922 FPV Brille
Fatshark Predator FPV Videobrille
Fatshark Predator FPV Videobrille

Die Predator Brille wird in einer schönen Tasche geliefert und macht nach dem Auspacken sofort einen deutlich hochwertigeren Eindruck als die RCV922. Die Bedientasten sind besser angeordnet und man kann die Kanäle nicht nur durchschalten, sondern in beide Richtungen ändern. Mit den Gummi-Augentüllen sitzt die Brille besser und dichtet 100% ab, wodurch sie aber auch schneller beschlägt. Dass die Augenabstände nicht mehr eingestellt werden können, stört mich persönlich nicht. Das scheint aufgrund des geringeren FOV grundsätlich nicht notwendig zu sein. Besser gefällt mir auch, dass die Predator endlich einen Ladeadapter dabei hat und der Akku über einen Balancer-Anschluss verfügt. Wer will schon auf sein Standardladegerät verzichten und statt dessen ein spezielles Ladegerät nutzen? Dass die Predator im Vergleich zur Dominator ein fest eingebautes 5,8 GHz Empfangsmodul hat, stört keinesfalls, da man dies wohl nur in den seltensten Fällen wechseln muss.

Das Bild der Predator

Während die Predator von der Verarbeitung und der Ausstattung der RCV 922 deutlich überlegen ist, werden ihr das deutlich geringere Sichtfeld zum Nachteil. Auch wenn die mit dem großen Sichtfeld verbundene Randunschärfe bei der Predator deutlich geringer ist, so vermisst man doch das beeindruckende Gefühl des gewohnten, klassischen Fatshark-Bildes. Mag sein, dass es Geschmacksache ist. Aus meiner Sicht muss sich die Fatshark Predator aber hinsichtlich des Bildes geschlagen geben.

Fazit zum FPV-Brillen Test

Die Fatshark Predator ist nun die fünfte Videobrille, dich ich mir zum FPV-Fliegen zugelegt habe. Überzeugen konnte aber auch sie mich nicht. Fatshark bietet mit einem nun deutlich ausgeweiteten Sortiment zwar definitiv gute und brauchbare Videobrillen, die perfekte FPV-Brille ist aber noch nicht dabei. 

Meine Hoffnung liegt nun auf der Cinemizer OLED von Carl Zeiss, die allerdings doppelt so teuer sein wird, wie eine Fatshark. Die derzeit bereits erhältliche Sony HMZ-T1 mit OLED Technologie ist mit ca. 800 EUR dann doch zu teuer und 3D auch für FPV nicht wirklich notwendig.