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FPV Antennen testen und optimieren

Wenn Sie FPV-Antennen selber bauen, dann müssen Sie besonders bei 5,8 GHz Antennen enge Toleranzen einhalten. Als Hobbybastler hat man in der Regel allerdings nicht über die notwendigen Messgeräte. Der einfachste und naheliegendste Ansatz ist, dass man zuerst einen Bodentest durchführt, anschließend vorsichtig fliegt und schaut, wie das Bild ist. Bei neuen Antennen sollte man einen Kollegen haben, der das Bild bewertet, während man auf Sicht fliegt.

FPV-Antenne Testaufbau
FPV-Antenne Testaufbau
Antennen Analyse nach aktiver Zeit (Zeile 2)
Antennen Analyse nach aktiver Zeit (Zeile 2)

Test mit Diversity Empfänger

Mit dem 4-Fach 5,8 GHz Diversity Empfänger kann man Antennen einfach testen und optimieren. Die aktuelle Empfangsstärke, die pro Kanal in der ersten Zeile angezeigt wird ist dafür allerdings nicht ausreichen. In der zweiten Zeile wird die relative Zeit in Prozent angezeigt, die jede Antenne während des gesamten Flugs aktiv war. So lässt sich nach dem Flug einfach herausfinden, welche Antenne die Beste Leistung hat. 

Wichtig beim Antennentest nach dieser Methode ist allerdings, dass beim Einsatz von Gerichteten Antennen alle gleich ausgerichtet sind, um so sicher vergleichen zu können. 

Während die 5,8 GHz Eigenbau-BiLoop-Antennen beim Test nur geringe Unterschiede gezeigt haben, ist die Streuung beim Test von zirkular polarisierenden Cloverleav oder SPW (Skew-Planar Wheel) deutlich größer. Das liegt natürlich daran, das diese Antennen komplizierter herzustellen sind und die Fertigungstoleranzen schwerer einzuhalten sind.

Testablauf

Wenn Sie optimale Antennen zum FPV-Fliegen wollen, empfehle ich folgende Vorgehensweise zum Optimieren:

  1. Bauen Sie zwei Antennen und fliegen Sie mit diesen. 
  2. Prüfen Sie nach dem Flug, welche Antenne länger aktiv war.
  3. Bauen Sie eine weitere Antenne entsprechend der bisher besten Antenne und fügen Sie diese hinzu.
  4. Ersetzen Sie immer die schlechteste Antenne durch eine neue bis Sie mit dem Gesamtsystem zufrieden sind.

Fazit

Man liest immer wieder, dass man beim Bau von 5,8 GHz Antennen auf das Vermessen nicht verzichten könne und dennoch halte ich dieses Vorgehen nicht nur für ausreichend, sondern für die erste Wahl. Auch wenn die zehnte selbst gebaute Antenne noch nicht den optimalen Wirkungsgrad hat, so wissen Sie nach dieser Methode dennoch, wo Sie stehen. 

Wer also Geld sparen will und gerne experimentiert, hat mit einem Arduino-gestützten Diversity Empfänger ein sehr gutes Hilfsmittel um seine selbstgebauten Antennen zu optimieren.