Modellfluginfo
Informationen, Tipps für Anfänger, günstige Angebote und Berichte zum Thema Modellflug

Jeti Duplex 2,4 GHz Empfänger und die Unterschiede im Vergleich

Es gibt eine große Palette an Jeti Duplex Empfängern zu vergleichbar günstigen Preisen, wobei die Empfänger mit Rückkanal und sehr vielen Programmiermöglichkeiten in Verbindung mit einer Jeti-Box ausgestattet sind. Schön an den Jeti Duplex Empfängern ist auch, dass sich bereits die günstigen Modelle mit Telemetrie ausrüsten lassen. Welcher für Sie der Optimale Empfänger ist, hängt nicht nur von der Anzahl der Kanälen ab, sondern von mehreren Faktoren. Hier will ich Ihnen die Qual der Wahl etwas erleichtern, indem ich die einzelnen Eigenschaften der verschiedenen Empfängermodelle erklären.

Empfindlichkeit der Empfänger

Jeti bietet Empfänger mit zwei unterschiedlichen Empfindlichkeiten an. Je empfindlicher ein Empfänger ist, desto besser ist der Empfang. Alle Empfänger vor dem R6 haben eine Empfangsempfindlichkeit von -98 dBm. Der R6 hat eine Empfindlichkeit von -100 dBm. Ab dem R8 Empfänger haben alle eine Empfangsempfindlichkeit von -106 dBm. 3 dBm entsprechen einer Verdoppelung der Empfindlichkeit. Das bedeutet auch, dass ein Unterschied von 8 dBm einen Faktor von 6,3 bei der Empfindlichkeit bedeutet. Daraus folgernd kann man sagen, dass für Modelle, die auch in großer Reichweite betrieben werden sollen mindestens R8 Empfänger eingesetzt werden sollten, ob man die Kanäle nun braucht oder nicht. Das ist z.B. bei Großseglern der Fall. Normale Motormodelle mit Spannweiten unter 2 Meter können hingegen auch mit einem R6 sicher betrieben werden. Bei Jet-Modellen und Speed-Modellen sollte hingegen wieder mindestens ein Jeti Duplex R8 Empfänger zum Einsatz kommen.

Sendeleistung der Empfänger (Rückkanal)

Auch die Empfänger senden immer zurück. Dadurch kann dem Sendemodul mitgeteilt werden, ob die Empfängerspannung oder das Signal nicht ausreichend sind. Zudem werden über den Rückkanal Telemetriedaten zurück gesendet. Das Tolle an Jeti Duplex im Vergleich zu den meisten anderen Systemen besteht darin, dass auch die günstigsten Empfänger einen Rückkanal besitzen. Dieser Rückkanal ist aber erst bei den R6 Empfängern mit voller Leistung ausgestattet. Vor dem R6 haben alle Empfänger nur eine 6 dBm Rückkanal das entspricht ca. 4 mW. Die Empfänger ab dem R6 haben hingegen auch auf dem Rückkanal die volle Leistung von 20 dBm, was 100 mW entspricht.

Hier gilt wieder, dass beim Einsatz in größeren Modellen oder bei kritischen Anwendungen mindestens der R6 eingesetzt werden sollte, da auch der Rückkanal nur bei diesen Empfängern auf große Distanz sicher funktionieren kann.

Satelliten

Ab dem R10 können Sie an die Empfänger auch Satelliten anschließen. Durch diese Satellitenempfänger erhöhen Sie die Sicherheit nochmals, da eine größere Anzahl an Empfanssignalen zur Auswertung verwendet werden können.

Länge der Antennen

Die Outdoor-Empfänger sind mit unterschiedlich langen Antennen erhältlich. Welche Länge Sie benötigen, hängt von zu betreibenden Modellflugzeug ab. Die meisten Modellflugzeuge mit schmalem Rumpf können mit 100 mm Antennen betrieben werden. Die Länge der Antennen hat nichts über die Reichweite zu tun, da nur die letzten abisolierten ca. 3 cm (Lambda / 4) die wirksame Antenne ist. Diese Länge dürfen Sie nicht ändern. Tendenziell ist sogar eine kürzere Antenne Leistungsfähiger, da er isolierte Teil der Antenne dämpfend wirkt und somit verlustbehaftet ist. 

Anzahl der Antennen

Bis auf ein paar Indoor-Empfänger, haben alle Jeti Duplex Empfänger zwei Antennen. Sie sollten beim Betrieb eines Modellflugzeugs auch grundsätzlich auf  zwei Antennen setzen, da durch die zwei Antennen deutlich mehr Sicherheit gegeben ist. Je nach Fluglage kann eine Antenne immer mal gestört werden und in diesem Fall übernimmt dann die andere Antenne.

Antennentypen

Bis zum R8 sind alle Empfängerantennen normale Stabantennen, die ein nahezu gleichmäßige isotrope Abstrahlung haben. Ab dem R10 werden Halbwellendipole eingesetzt. Diese haben eine geringe Richtwirkung und somit eine etwas höhere Reichweite als Stabantennen. In diesem Fall ist es aber noch wichtiger, dass die zwei Antennen senkrecht zueinander angebracht werden. In Verbindung mit einem Satelliten, der wiederum zwei Stabantennen besitzt, ergeben sich so exzellente Empfangseigenschaften.

Gehäuse

Jeti Duplex Empfänger sind in zwei verschiedenen Gehäusearten erhältlich. Entweder als Plastikgehäuse oder in Schrumpfschlauch. Bei den kleinen Empfängern und beim Einsatz in kleinen Modellen empfiehlt sich die Schrumfschlauch-Variante, da diese deutlich leichter ist. Ab dem R6 bekommen Sie dann auch ein Plastikgehäuse. Empfänger in Plastikgehäuse lassen sich etwas einfacher in Befestigen, falls genügend Platz vorhanden ist. 

Hochstromvariante EPC

Empfänger mit der Bezeichnung EPC sind zusätzlich mit einem Hochstromstecker ausgerüstet, der direkt an die Servoanschlüsse geht Beim Einsatz in größeren Modellen ist diese Variante zu empfehlen. Der MPX Stecker stört auch bei kleineren Modellen nicht, so dass die EPC-Variante im Zweifel die bessere Wahl ist. 

Fazit

Voraussgesetzt der Platz ist vorhanden, sollten Sie beim Einsatz in wertvollen Modellflugzeugen auf jeden Fall mindestens einen R8 Empfänger einsetzen. Ab diesem Empfänger sind sie bei optimalem Empfang auf der sicheren Seite. Darüber hinaus können Sie die Sicherheit durch den Einsatz von Satellitenempfänger weiter verbessern. Für kleinere Modellflugzeuge unter 2 Meter Spannweite reicht aber auch ein günstigerer R6 Empfänger. Schaumwaffeln können auch mit den noch billigeren Empfängern mit zwei Antennen betrieben werden, da diese Modelle kaum über 500 Meter weit entfernt geflogen werden.