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Quadrokopter sind keine Gefahr für die Privatsphäre

Mit Erschrecken haben einigen Modellbauer kürzlich die Aussagen der Ministerin Aigner zum Thema Quadrokopter vernommen. Die werte Frau Ministerin hat sich mal wieder zu einem Thema geäußert, von dem sie offensichtlich sehr viel Ahnung hat. „Ein Kamera-Ausflug in Nachbars Garten wäre zumindest problematisch“ wird sie zitiert. Dem ist nichts hinzuzufügen. Ich wollte auch nicht, dass jemand mit einer Kamera über meinem Grundstück rumschwirrt und mich beobachtet. Genauso wenig will ich aber auch, dass jemand mit einem Fernglas oder einem Teleobjektiv auf meinen Balkon schaut. Ohne Dieter Nuhr zitieren oder Frau Ministerin auf die gelben Seiten verweisen zu wollen, würde ich mir von unseren Politikern etwas mehr Fingerspitzengefühl bei Aussagen zu Themen Wünschen, welche den eigenen Kompetenzrahmen sprengen.

Auch bei den Linken, deren Parteichefin Gesine Lötzsch erst am Montag den Kommunismus als Ziel definierte, macht man sich mehr Sorgen über die Gefahr von oben als von links. 

Das Problematische dabei ist, dass bei einem solch speziellen Thema nur ein äußerst geringer Teil derer, die sich auf die Aussage hin ein Urteil bilden auch nur die geringste Ahnung vom Sachverhalt haben. Nicht nur in Modellbauforen, sondern auch bei golem oder heise besteht zwar breiter Konsens über die völlige Harmlosigkeit solcher Geräte, da diese Zielgruppe technisch interessiert ist. Bei der breiten Mehrheit werden solche Aussagen allerdings für Unsicherheit sorgen.

Es bleibt zu hoffen, dass den Aussagen von Frau Aigner kein blinder Aktionismus folgt, der die Entfaltungsmöglichkeiten" der Modellsportler noch weiter einschränkt. Eine sehr gute Pressemeldung zu dem Thema ist auf der Seite des DMFV zu lesen.