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Doppeldecker

Von einem Doppeldecker spricht man, wenn ein Flugzeug zwei übereinander liegende Tragflächen besitzt. Bei Doppeldecker denkt man sofort an Oldtimer Flugzeuge, da diese heute praktisch nicht mehr gebaut werden. Das erste Motorflugzeug der Gebrüder Wright z.B. war auch ein Doppeldecker, wenn auch in Entenbauform, d.h. die Ruder waren vor den Hauptflügel. Während zu Beginn der Fliegerei vor allem Doppeldecker oder z.T. auch Dreidecker, wie die berühmte Focker DR 1 (Rote Baron) gebaut wurden, findet man diese heute kaum noch. Die besseren aerodynamischen Eigenschaften von Eindeckern lassen sich längst technisch umsetzen. 

Vorteile von Doppeldeckern

Doppeldecker können durch den Einsatz zweier Flächen deutlich kleiner ausgelegt werden und sind so kompakter und auch stabiler. Der kultige Doppeldecker Zaunkönig von Simprop gilt immernoch als Inbegriff des kleinsten Modellflugzeugs, wenn das auch nicht mehr stimmt. 

Durch die gegenseitige Verstrebung der Flächen können diese bei gleicher Stabilität einfacher und leichter ausgelegt werden. 

Das Massenträgheistmoment um die Längsachse ist bei einem Doppeldecker geringer als bei einem Flugzeug mit nur einer Fläche, wodurch sich ein agileres Rollverhalten ergibt.

Mit Doppeldeckern werden z.T. enorme Langsamflugeigenschaften bei Motormodellen erreicht. Leicht angestellt, scheinen Doppeldecker in der Luft stehen zu können.

Nachteile von Doppeldeckern

Grundsätzlich muss jeder Modellflieger selbst entscheiden, auf welche Modelle er setzt. Genau wie ein Delta oder ein Nurflügler seine Vor- und Nachteile hat, ist es auch beim Doppeldecker.

Während man sich in der bemannten Luftfahrt keine aerodynamischen und somit wirtschaftliche Kompromisse leisten kann, ist das Thema im Modellflug etwas unkritischer, da es keine Rolle spielt, ob das Modellflugzeug nun eine Minute kürzer fliegt oder nicht.

Moderne Doppeldecker

Während sich der Doppeldecker in der konventionellen Luftfahrt nicht durchsetzen konnte, sieht man immer wieder interessante Konstruktionen im Ultraleicht- und Modellbereich, mit z.T. sehr eigenstabilen Flugeigenschaften.