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2,4 GHz – wer macht das Rennen?

Im Gegensatz zu 35 MHz, wo praktisch jeder Empfänger noch zu jedem Sender gepasst hat (solange die gleiche Modulation genutzt wurde), sieht die Welt bei 2,4 GHz schon anders aus. Hier muss sich der Pilot für einen Hersteller entscheide, da die Empfänger untereinander nicht kompatibel sind. Genau das ist vielen Piloten bei aller Liebe zu 2,4 GHz ein Dorn im Auge.

Schaut man sich z.B. die Preise für einen FASST Empfänger an, bekommt man dafür heute locker 2-3 35 MHz Geräte, zumal dafür inzwischen ein lebhafter Gebrauchtmarkt existiert. Günstigere Empfänger gibt es hingegen z.B. von Spektrum, wobei ein Flächenflieger oft nicht auf die 100 mW Sendeleistung verzichten will.

Die etablierten Hersteller

Letztes Jahr hätte ich auf die Frage, wer sich durchsetzt sicher noch mit FASST geantwortet, da es für mich die kompromissloseste Technik darstellte. Heute, da inzwischen auch Multiplex mit M-Link ins Rennen eingestiegen ist und Graupner mit iFS 3 an deren Reputation arbeitet, stellt sich für viele die Frage, wer von den Dreien sich durchsetzen wird.

Vielleicht sollten sich Modellpiloten aber auch mal jenseits der drei Platzhirsche umschauen. Alle drei Systeme sind geeignet, hochwertige Modelle sicher fliegen zu lassen, jeder hat sich mit einem eigenen System positioniert und jeder hat neben eigenen Sendern auch komplette Empfängerserien, von Micro bis Maxi.

Die Alternative S3D

Und dennoch, es gibt auch Alternativen, die durchaus das Zeug haben, sich durchzusetzen. Haben Sie schon mal von S3D gehört? Dieses System geht einen anderen Weg. Egal welchen Sender Sie haben, Sie können ihn einfach mit einem S3D Sendemodul nachrüsten und dann mit einem S3D Empfänger betreiben.

Wieso aber S3D und nicht ein System vom Senderhersteller? S3D ist von ACTeurope, der sich bekanntlich in der Highend-Szene durchgesetzt hat und kann auch von anderen Herstellern genutzt werden. Schulze-Elektronik, ebenfalls ein Highend-Lieferant setzt hat sich bereits zu dieser Technik bekannt und wird in Kürze seine Sende- und Empfangsmodule anbieten.

Offene Technologie

Die Vorteile von S3D liegen bereits auf der Hand:

  1. Keine Abhängigkeit von einem Hersteller
  2. Große Auswahl an unterschiedlichen Empfängern und Sendemodule
  3. Günstige Preise für Empfänger

Jeder, der eine hochwertige 35 MHz Anlage besitzt, hat also wieder die Freiheit, auf eine offene Technologie zu setzen, die es ihm über Jahre erlaubt je nach Bedarf einen hochwertigen oder günstigen Empfänger zu kaufen ohne sich fragen zu müssen, ob er auf den richtigen Hersteller gesetzt hat.

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